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Edith Jacobson
* 10.09.1897, Haynau – † 12.12.1978, Rochester, New York

Ärztin, Psychoanalytikerin aus Deutschland. Theoretikerin der nachfreudianischen amerikanischen Psychoanalyse. Hauptwerke: (1937): Wege der weiblichen Über-Ich Bildung (1937), Das Selbst und die Welt der Objekte (1964 engl.; 1973 dt.), Depression (1971 engl.; 1983 dt.).

Edith Jacobson lebte 1925-1935 in Berlin, widersetzte sich der Aufforderung der DPG zur "politischen Abstinenz" und wurde vom NS-Regime wegen ihrer jüdischen Herkunft und ihrer Unterstützung der Widerstandsgruppe "Neu Beginnen" 1935 inhaftiert. 1938 gelang ihr die Flucht über Prag in die USA nach New York.
1930 a.o. Mitglied der DPG und 1933 Mitglied des Unterrichtsausschusses. 1941 Mitglied und 1942 Lehranalytikerin der New York Psychoanalytic Society and Institute, 1954 bis 1956 war sie Vorsitzende der Society.

Weiterführend

„nun grade laß ich mich nicht unterkriegen. Innerer Schwur durchzuhalten um jeden Preis.“

Edith Jacobson
Gefängnisaufzeichnungen
Herausgegeben von Judith Kessler und Roland Kaufhold

Edith Jacobson gehörte zu den bekannten Berliner Psychoanalytikerinnen der 30er Jahre – und doch war ihr Name und Wirken lange vergessen. Verbunden war ihr Name mit der Diskussion über das „Schicksal“ der Psychoanalyse im Nationalsozialismus.

Edith Jacobson Schriften:
Deutsch:
(1937): Wege der weiblichen Über-Ich Bildung. Int Z Psychoanal 1937: 23, 402-412