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Karl Landauer
* 12.10.1887, München – † 27.01.1945, KZ Bergen-Belsen

Psychoanalytiker, Psychiater, Arbeiten zu Affektheorie und Ich-Organisation.

1933 Emigration nach Schweden. Einer Einladung des holländischen Psychoanalytikers van Ophuijsen folgend ging er mit seiner Familie nach Amsterdam. 1942 Berufsverbot für jüdische Ärzte, 1943 Verhaftung. 1944 wurden Karl Landauer, seine Frau und seine älteste Tochter zuerst in das KZ Westerbork und im Februar 1944 ins KZ Bergen-Belsen deportiert. Am 27.01.1945 verstarb er dort an den Folgen der Lagerhaft.
1913 Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung, 1926 gründete er die Südwestdeutsche Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft, 1929 das Frankfurter Psychoanalytische Institut, 1933 Mitglied zuerst der Holländischen Psychoanalytischen Vereinigung, 11/1933 Mitglied der Abspaltung – Vereeniging van Psychoanalytici in Nederland.

 

Weiterführend

Bild: Karl Landauer, Gedenktafel am SFI

Am 12.10.1887 wurde Karl Landauer als Sohn des jüdischen Bankiers Isidor in München geboren.
1912 kam er nach Wien, machte seine Analyse bei Sigmund Freud und hörte seine öffentlichen Samstagsvorlesungen an der Psychiatrischen Universitätsklinik.

Landauer, Karl ( 1914): Spontanheilung einer Katatonie. Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse 2 (1914), 441-459.
Landauer, Karl (1919a): Zur Psychologie der Kriegshysterie und ihrer Heilung. Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie, 249-262.